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Attorno ad un dono di Clemente XIV all’imperatrice Maria Teresa d’Asburgo
Zusammenfassung
Ein Geschenk von Clemens XIV. an Kaiserin Maria Theresia
Das Mosaikporträt von Kaiser Joseph II. und dessen Bruder Pietro
Leopoldo, Großherzog von Toskana: der Rahmen und der Transport des
Mosaiks nach Wien anhand der Dokumente des Archivio di Stato in Rom
Im Frühjahr 1769 standen Kaiser Joseph II. und sein Bruder Pietro Leopoldo,
Großherzog von Toskana, in Rom dem Maler Pompeo Batoni
Modell für ein Bild, in dem sie vor dem Hintergrund der Vedute von
St. Peter und der Engelsburg zu sehen sind. Die Inschrift des nunmehr
im Kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrten Gemäldes bezieht
sich auf die Anwesenheit der beiden hohen Persönlichkeiten im Atelier
des Malers: „POMP. BATONI. LUCENSIS. ROMAE. AN. 1769. DUM
PRAESENTES ESSENT. PING.“. Im Juni desselben Jahres bestellte
Papst Clemens XIV. bei Batoni eine Replik des Doppelporträts, die als
Modell für eine Umsetzung in ein Mosaik dienen sollte, welches er
Kaiserin Maria Theresia, der Mutter der beiden im Porträt dargestellten
Personen, zu schenken gedachte. Das Mosaik wurde von Bernardino
Regoli ausgeführt, einem Künstler des Studio Vaticano del mosaico unter
der Leitung von Pietro Paolo Cristofari.
Im Archivio di Stato in Rom (ASR) haben sich Dokumente erhalten, die
die Umstände zweier für die Geschichte des Mosaikbildes entscheidender
Unternehmungen betreffen: die Produktion des heute noch erhaltenen
prunkvollen Rahmens und die Verbringung des Bildes nach Wien. Eine
Chronik der Vorkommnisse findet sich auch im Diario Ordinario des
Chracas, und zwar in den Nummern vom 7., 14. und 21. August 1773.
Die Dokumentation im ASR enthält Details über die Anfertigung des
Rahmens, die Vorbereitungen der Reise und den Transport des Bildes
nach Wien.
Den zwischen 1772 und 1773 gestellten Rechnungen zufolge führte der
Silberschmied Lorenzo de Caporali die Teile in Metall aus, während der
Steinmetz Sebastiano dell’Oste die Dekoration in Lapislazuli gestaltete.
Mit ihrer minutiösen Beschreibung der ausgeführten Arbeit und der
verwendeten Materialien erweist sich die Rechnung des Steinmetzes als
besonders interessant. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen der
Reise sind Rechnungen, Aufstellungen von Ausgaben und Zahlungsanweisungen
erhalten, die zahlreiche Handwerker betreffen. Diese hatten
den Auftrag, für das Transportmittel und die notwendige Verpackung zur
Sicherung der Fracht zu sorgen, und sollten diese von außen kostbar verkleiden,
wie das für eine vom höchsten Pontifex an den Wiener Kaiserhof
gehende Sendung gefordert wurde. Unter diesen Handwerkern finden
sich Wagenbauer, Tischler, Verpacker und Dekorateure. Der Transport
des Bildes nach Wien ist in den Verträgen und Auslagenrechnungen der
Begleiter dokumentiert, die den Schutz der wertvollen Last garantieren
sollten. Mit dem Transport beauftragt waren der römische Hotelbesitzer
Pietro Zago, der Transporteur Gaspare Severini und der Mosaizist Bernardino
Regoli. Die Reise dauerte vom 13. August bis zum 26. September
1773, wobei die dafür vorgesehene Zeit eingehalten wurde und weder
das Mosaik noch der wertvolle Rahmen irgendeinen Schaden nahm.
Im Anhang sind die Dokumente wiedergegeben, auf denen dieser Beitrag
basiert.