Full text : Band 10 (102)

Vorwort

Mit  dem  vorliegenden  zweiten  Teil  wird  die  Publikation  des  „Ost-West“-Projekts  der  Österreichischen  Akademie
der  Wissenschaften  abgeschlossen,  das  auf  Anregung  des  damaligen  tschechoslowakischen  Staatskanzlers  Dr.  Karel
Schwarzenberg  und  des  damaligen  österreichischen  Wissenschaftsministers  Dr.  Erhard  Busek  zustande  kam.  Im
Zuge  dieses  am  Kunsthistorischen  Museum  angesiedelten  Vorhabens  wurden  in  den  Jahren  1992  bis  1994  von  Frau
Dr.  Lydia  Gröbl  und  Herrn  Mag.  Günter  Marian  alle  auf  Kaiser  Rudolf  II.  Bezug  nehmenden  Nachrichten  in  den
Protokollbüchern  der  Prager  und  Wiener  Hoffinanz  (Expedit/E  und  Registratur/R)  für  den  Zeitraum  von  1576  bis
1612  durchgesehen  und  transkribiert.  Die  für  die  Edition  im  Jahrbuch  des  Kunsthistorischen  Museums  Wien  notwendige ­
  Reduktion  und  Auswahl  der  Archivalien  wurde  vom  Unterzeichneten  unter  Mithilfe  von  Frau  Dr.  Lydia
Gröbl  vorgenommen,  der  dafür  zu  danken  ist.
Bei  der  Herausgabe  der  Archivalien  fanden  folgende  Editionsregeln  Anwendung:
1.  Die  Wiedergabe  erfolgt  aufgrund  orthographischer,  d.  h.  buchstaben-  und  lautgetreue  Transkription.  Ausnahme:
an-  und  auslautende  Doppelbuchstaben  werden  vereinfacht  (ffür  =  für,  undd  =  und).
2.  Es  gilt  der  Grundsatz  der  Kleinschreibung.  Ausnahmen:  Satzanfang,  Eigennamen,  Monatsnamen,  Majestät,
Gott  u.  ä.
3.  Die  originale  Interpunktion  wird,  wenn  möglich,  beibehalten.  Wo  es  zum  besseren  Verständnis  notwendig  ist,
wird  die  Interpunktion  den  heute  geltenden  Regeln  angepasst.
4.  Abkürzungen,  die  als  allgemein  bekannt  vorausgesetzt  werden  können  (kay.,  Id.,  fürst.,  gd.  etc.),  bleiben  erhalten. ­
  Ihre  Auflösung  ist  dem  der  Edition  vorangestellten  Abkürzungsverzeichnis  zu  entnehmen.
5.  Im  Original  ausgeschriebene  Zahlen  über  zwölf  werden  mit  arabischen  Ziffern  wiedergegeben  (sieben  undt
zwainzig  =  27,  fünffzehenter  =15.  etc.).
6.  Mit  römischen  Ziffern  chiffrierte  Monatsnamen  werden  aufgelöst  (Xbris.  =  Decembris).
7.  Eckige,  kursive  Klammern  bezeichnen  Einfügungen  des  Herausgebers,  in  runden  Klammern  stehende  Textpassagen ­
  entsprechen  der  Einschaltung  im  Originaltext.
8.  Erläuterungen  zum  Originaltext  sind  prinzipiell  kursiv  wiedergegeben  (Dokumentenzählung,  Kurzbetreff,
Dokumentenbeschreibung,  Provenienzangaben,  Einfügungen  etc.).
9.  Auslassungen  des  Herausgebers  sind  mit  der  Sigle  [...]  gekennzeichnet.
10.  Eindeutig  unbeabsichtigte  Irrtümer  im  Originaltext  (Wortwiederholung,  Buchstabenauslassung,  Verschreibungen) ­
  werden  im  Text  korrigiert,  in  seltenen  Fällen  mit  [!]  gekennzeichnet.
11.  Lücken  in  der  Textvorlage  werden  mit  ...  ausgewiesen.
12.  Bei  Bedarf  wird  der  Text  durch  die  Einfügung  von  Absätzen,  Leerzeilen,  Gedankenstrichen  und  Beistrichen  in
sinngemäße  Abschnitte  gegliedert.
13.  Zusammengesetzte  Wörter  sind  in  der  originalen  Schreibweise  belassen  (haubt  roß,  camer  president).  Worttrennungen ­
  werden  nur  vorgenommen,  wenn  dadurch  das  Verständnis  des  Textes  erleichtert  wird  (zugehen  —  zu
gehen).
14.  Sachanmerkungen  sind  mit  hochgestellten  arabischen  Ziffern,  textkritische  Anmerkungen  mit  hochgestellten
Kleinbuchstaben  gekennzeichnet.
15.  Sternzeichen  *  verweisen  auf  die  Erklärung  des  so  markierten  Wortes  im  beigefügten  Glossar.
16.  Bei  korrigierten  Konzepten  wird  die  vom  Verfasser  gewünschte  letzte  Lesart  wiedergegeben.  Im  Konzept  vorgenommene ­
  Korrekturen  (Streichungen,  nachträgliche  Einfügungen  etc.)  werden  nur  dann  angemerkt,  wenn  sie
sich  von  der  letztgültigen  Lesart  inhaltlich  unterscheiden.
Ein  besonderes  Anliegen  bedeutete  dem  Herausgeber  die  inhaltliche  Aufbereitung  des  an  sich  „sperrigen  Archivmaterials ­
  durch  einen  ausführlichen  Anmerkungsapparat  und  einen  bis  ins  Detail  gehenden  Registerteil.  Zur
größeren  Benützerfreundlichkeit  wurde  das  neu  bearbeitete  Namens-  und  Berufsregister  des  im  Jahrbuch  des  Kunsthistorischen ­
  Museums  Wien,  Band  8/9  (2006/2007)  erschienenen  ersten  Teils  den  entsprechenden  Registern  des  vor-
            
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