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Un bozzetto di jacopo Bassano restaurato: Lazzaro e il ricco epulone
Zusammenfassung
Ein restaurierter Bozzetto von Jacopo Bassano:
Lazarus und der reiche Prasser
Anlässlich einer Ausstellung wurde das Gemälde Lazarus und der reiche
Prasser von Jacopo Bassano (1510—1592) in der Restaurierwerkstatt der
Gemäldegalerie einer Pflege-Maßnahme unterzogen. Die Restaurierung
war hauptsächlich aus ästhetischen Gründen notwendig geworden. Sie
hat den Glanz der Farben zurückgebracht und die ausgezeichnete Qualität
der Maltechnik wieder sichtbar gemacht. Darüber hinaus sind durch
die Reinigung jetzt wieder einige interessante Details zu erkennen. Die
rechte, nach oben gestreckte Hand des Dieners am linken Rand der Leinwand,
der Lazarus vertreiben möchte, wurde freigelegt. Von einer Übermalung
verdeckt, war dieses Detail bis jetzt nur in den vielen Werkstatt-Versionen
(davon sind mindestens fünf bekannt) sichtbar. Ein Gesicht,
vermutlich eines Jungen, ist neben dem Prasser, der am Tisch sitzt, wieder
zum Vorschein gekommen. Darüber hinaus sind nun viele Pentimenti,
hauptsächlich in Form einer so genannten „Verdoppelung“ der
Konturen, deutlicher zu sehen: Diese bestätigen den Entwurfcharakter
des Bildes und demzufolge seine Eigenhändigkeit. Das um 1560 datierte
Gemälde ist eindeutig der Prototyp vieler Versionen, welche von den Mitarbeitern
Jacopos einige Jahrzehnte später realisiert wurden.
Am oberen rechten Eck der Leinwand wurde weiters ein in Weiß gemaltes
Sammlungszeichen freigelegt: ein „L zwischen zwei Punkten, welches
auf einigen Gemälden des Kunsthistorischen Museums zu sehen ist. Dieses
Zeichen teilen einige Gemälde mit Prager Provenienz, die im Inventar
der Prager Burg von 1685 aufgelistet sind. Das-Sammlungszeichen wurde
mit Kaiser Leopold I. in Verbindung gebracht und könnte eine neue Perspektive
auf die noch wenig erforschte Sammlungstätigkeit dieses Kaisers
öffnen.