Full text : Band 10 (102)

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Elfriede  Haslauer

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und  einem  roten  Konturstreifen  eingefasst.  Zusätzlich  befindet  sich  an
der  Außenkante  eine  vergoldete  erhabene  Punktreihe.  Zwischen  den
Perückensträhnen  sind  sieben  reliefierte  Musterreihen  aus  Punkten,  Stäbchen ­
  und  stark  stilisierten  hängenden  (Lotus-)  Blüten  und  Knospen  zu
sehen.  Den  unteren  Abschluss  der  Maske  bildet  ein  Band  aus  einer  Reihe
großer  erhabener  Punkte  zwischen  Reihen  aus  kleinen  Punkten.
Einen  wesentlichen  Bestandteil  der  Teilkartonage  und  auch  der  Bemalung
von  mumienförmigen  Särgen  bilden  die  Gesichtsmaske  und  der  große
Schmuckkragen.  Die  Maske  stellt  nicht  das  Individuum  dar,  sondern  den
verklärten  Toten,  der  bereits  zur  göttlichen  Sphäre  gehört,  während  die
Vergoldung  des  Inkarnats,  die  auf  Särgen  und  Stülpmasken  der  ptolemäischen
  Zeit  häufig  anzutreffen  ist,  auf  das  Göttliche  hinweist.  Gold
war  das  Fleisch  der  Götter.  Dazu  gehört  auch  der  lange  Götterbart.  Er
wird  bei  Stülpmasken  meist  weggelassen,  manchmal  aber  auch  durch
Aufmalen  des  Bartbandes  angegeben.

Abb.  2:  Sarg  Inv.-Nr.  ÄS247a  mit  Deckel
Inv.-Nr.  ÄS  230.

Der  Brustschmuck  in  k/owr-Technik  und  Stuck-Relief 8  (Abb.  4)
Den  Brustschmuck  bildet  eine  Kombination  aus  Pektorale  und  großem
Schmuckkragen.  Das  Pektorale  besteht  aus  einer  Flügelsonne  mit  Uräen,
an  der  ein  Naos-Pektorale  hängt,  flankiert  von  großen  Tit-Schleifen,  dem
so  genannten  Isisblut.  Ein  Basisstreifen  verbindet  den  Naos  und  die  bei-8

  Inv.-Nr.  ÄS  247d;  Höhe  22  cm,  Breite  31,5  cm,
Dicke  0,24  cm;  wenig  (konvex)  gebogen.  Die  Sonnenscheibe ­
  fehlt,  etliche  Abplatzungen  von  Stuck
mit  Bemalung.
            
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