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Heinrich Gerhard Franz
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25. Roelandt Savery, Alpine Felsenlandschaft mit Wasserfall und mit 26. Roelandt Savery, Alptne Landschaft mit Bergbach und Brücke
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der Rückenfigur eines Zeichners mit Begleiter, Kreidezeichnung.
Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Kreidezeichnung. Wien, Österreichische Nationalbibliothek
baumbestandene Bergkulissen abgegrenzt gegen die dahinter aufsteigenden Felsenberge, die im Blickfeld
wiederum so verteilt sind, daß den Bergen auf der linken ein weiter Ausblick auf der rechten Seite
gegenubersteht. In der „Berglandschaft mit Wasserfall“ 7 wird der Berg zwischen zwei einfassenden
ordergrundkuhssen sichtbar, zwischen denen sich im Vordergrund eine detailreich ausgeführte Nahzone mit
Felsbrocken in einem Bachbett erstreckt. Dabei ist deutlich das Schwergewicht auf die rechte Bildseite
verschoben.
Auch da, wo die Landschaft als ausgesprochene Nahansicht gestaltet und die Felsenlandschaft so in den
Vordergrund gezogen ist, daß sie das Bildfeld vollständig ausfüllt, ist in der vordersten Bildzone ein abgegrenztes
Felsstuck eingeschoben (Abb. 25), auf dem hier als Rückenfigur der Zeichner mit einem Begleiter angeordnet
ist 8 . Als Vermittler zwischen dem Betrachter und dem Bildmotiv, dem er zugewandt ist, kann%r
anschaulich die kompositorische Bedeutung der Vordergrundschwelle verdeutlichen. Das landschaftliche
Hauptmotiv ist damit gegen den Mittelgrund hin zurückgeschoben und die räumliche Vorstellung verstärkt.
Im gleichen Sinne erscheinen auch die übrigen Zeichnungen des Atlas kompositorisch durchorganisiert, in der
„Alpinen Landschaft mit Bergbach und Brücke“ 9 etwa, indem eine Nahzone mit Felskulissen und Brücke sich
horizontal im Vordergrund erstreckt (Abb. 26). Der kurze Überblick über die Zeichnungen des „Atlas Blaeu“
zeigt, wie für Savery trotz der Konzentration auf das groß ms Bildfeld gerückte Einzelmotiv die
Darstellungsweisen maßgebend sind, die vom niederländischen Manierismus entwickelt worden waren. Diese
kommen noch schärfer in den gemalten Landschaftsbildern zum Ausdruck, die unter Verwertung der
7 ) Ebda., S. 67, Abb. 5.
“) Ebda., S. 69, Abb. 9.