50
Ch. Becher - O. Gamber - W. Irtenkauf
(fol. 3 v)
Item clisen stech kiris hab ich
gehert
4
dem matheus frawnbreis geez
auch dem don kaspar de quinarach 1549
Zählzeichen: getilgt
Zahl: 32
Garnitur mit fol. 3 und 4.
Zahl: 14, 60
Garnitur mit fol. 3 und 3 v
Wahrscheinlich Kaspar de Quinones, Conde de Luna. Im Dienst Kaiser Karls V. Sicher 1551/52 in Innsbruck und anwesend beim Turnier zu
Wien 1560. Genaue Lebensdaten nicht bekannt, ebenso die Namen von Vater und Mutter.
Wappen: Von Silber und Rot drei Pfahlreihen zu 5 Plätzen geschachtet. Silberne Felder durch je zwei blaue Wellenbalken geteilt.
Umrandet, die Umrandung Silber und 12mal geteilt, abwechselnd in 6 Feldern je ein roter Löwe und in 6 Feldern je eine blaue Säule.
Ungekrönter Helm. Zier: wachsender goldener Löwe, ein silbernes Schwert haltend. Decken: vermutlich Rot/Silber und Blau/Silber
(Beschreibung laut Codex).
Lit.: D. F. PlFERRER, Nobilario de los Reinos . . ., Bd. 3, Madrid 1857, S. 171, No. 1349.
Hofstaatlisten (Obersthofmeister-Reihe), Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien, Fase. Ome A/Sr., Fase. 181. Quartierliste Kaiser Karls V.
Innsbruck 1551-1552.
H. FRANKOLIN, Turnierbuch, Frankfurt a. M. 1563 (Wappen).
W. BOEHEIM, Augsburger Waffenschmiede, in: Jb. d. Kunsthistor. Sign. d. Allerh. Kaiserhauses, Bd. 12, Wien 1891, S. 221
(fol. 4 v)
disen kempff kyris hab ich dem mattheus frawenbreyss
gheez gehertt / dem durchlauchtigisten hem maximilia-
nus erzherzog zu Österreich / 1549
Zahl: 40 in Großziffern
40
Erzherzog Maximilian von Österreich (* 31. Juli 1527 in Wien
t 10. Dez. 1576 in Wien), 17. Jan. 1546 Vließritter, 1548 Infant von
Spanien, 1549 König von Böhmen (Wahl am 14.-19. Februar 1549 in
Prag), 24. November 1562 Römischer König, 8. September 1563
König von Ungarn, 25. Juli 1564 Kaiser. Sohn Kaiser Ferdinands I.
(t 1564) und der Anna Jagello von Ungarn und Böhmen (t 1547).
Heiratet am 13. September 1548 in Valladolid Maria, Infantin von
Spanien (* 1528 / t 1603), Tochter Kaiser Karls V. (f 1558) und der
Isabella v. Portugal (t 1539). (Ehevertrag Augsburg, 24. April 1548).
Wappen: Erstes Wappen: Gespalten. Österreich-Burgund,
/weites Wappen: Nachträglich eingeklebt. Hcrzschild gespalten:
Tirol - Habsburg. Mittelschild quadriert: 1 und 3 Österreich-Bur
gund, 2 und 4 Kastilien-Aragon. Hauptschild quadriert: Ungarn-
Böhmen, Böhmen-Ungarn (fälschlich seitenverkehrt). Schild mit
Vließkette umlegt, darüber Königskrone und Fürstenhut.
Lit.: Siebmachers Wappenbuch 1/3/3/A (Fürsten), Nürnberg 1887.
Kopialbuch Maximilians II. von 1547-1551 in Stift Reun, mitgeteilt
von J. LoSERT, österreichische Geschichtsquellen, Bd. 48, 2. Teil,
Wien 1896, S. 457-475.
G. Heinz und K. Schutz, Porträtgalerie zur Geschichte Öster
reichs (Katalog der Gemäldegalerie), Wien 1975, Tafel E. und G.
3
disen feld kiris hab ich (dem frawenbreis? gheez
gehertt)
dem bernaldinus manrickuz de lara / 1549
(Schrift stark beschnitten)
Zählzeichen: getilgt
Datierung: 1549
Zahl: 30, 24 (30, gestrichen)
Bernhardinus Manrique de Lara. In spanischem Hofdienst.
Sohn des Garcia Manrique de Lara und der Isabella de Mendoza.
Verheiratet mit Antonia de Cerda y Aragon, Tochter des Johann III.
de Cerda und der Isabella de Aragon.
Wappen: In Rot übereinander zwei gold-schwarz geflochtene
Henkelkörbe, aus welchen je 6 (3 und 3) grüne Schlangen züngeln.
Gekrönter Helm. Zier: Wachsender goldener Löwe, ein Schwert
schwingend. Decken: Rot/Gold.
Im Codex kein Wappen.
Lit.: Hübners Genealogische Tabellen IV, Leipzig 1733, T. 1034.
D. F. Piferrer, Nobilario de los Reinos, Bd. 3, Madrid 1857, S. 10,
No. 1131.
J. W. Im Hof, Historia Italiae et Hispania Genealogica, Nürnberg
1701, Tabelle XXVI.
Siebmachers Wappenbuch IV/10 (Mähren), Nürnberg 1899, S. 76,
Tafel 59.