Full text : Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 40 (N.F.) (XL=76)

Das  Stuttgarter  Harnisch-Musterbuch

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Wappen:  In  Blau  ein  weißer  Querbalken  belegt  mit  zwei  silbernen,  zueinandergekehrten  Spangenhelmen.
Gekrönter  Helm.  Zier:  wachsende  gekrönte  Jungfrau  in  blauem  Kleid,  statt  der  Arme  schwarze  offene  Flügel.
Decke:  Blau/Weiß.
Plattnermarke:  unbekannt.
Seine  Arbeiten  im  Codex:
1552:  fol.  25,  26  /  1553:  fol.  27  v,  28.

Literatur  zur  Person:
A.  Buff,  Augsburger  Plattner,  a.  a.  O.
A.  v.  REITZENSTEIN,  Augsburger  Plattner,  a.  a.  O.,  S.  168  ff.
E.  Zimmermann,  Augsburger  Zeichen  und  Wappen,  Augsburg  1970,  Tafel  96,  No.  2849.

DER  PLATTNER  PANKRAZ  WEISS
Er  dürfte  um  das  Jahr  1515,  jedoch  nicht  zu  Augsburg  geboren  sein,  da  er  sich  das  Augsburger  Bürgerrecht  erst
erkaufte.  Weder  seine  Eltern,  noch  seine  Verwandtschaft  sind  bekannt.  Ebenso  unbekannt  ist  der  Geburtsname
seiner  Frau,  welche  nur  1563  als  des  Pankraz  Weiß’  Witwe  bezeichnet  wird.  Es  besteht  die  Möglichkeit,  daß  er
Geselle  bei  dem  Augsburger  Plattner  Dionysius  Holzman  war.
1542  erkaufte  er  sich  das  Bürgerrecht  in  Augsburg.  Da  er  in  diesem  Jahr  keine  Steuer  bezahlte,  hat  er  damals  wohl
geheiratet.  Er  saß  bereits  im  eigenen  Haus,  welches  im  Steuerbezirk  „Streffinger  Tor“  gelegen  war.
1543  steuerte  er  30  Pf.  17  Kr.  6  Pf.
1544-1547  blieb  seine  Steuerleistung  in  gleicher  Höhe  wie  1543.
1548  betrug  seine  Steuer  1  Gld.
1550  am  7.  Oktober  erhielt  er  die  Bewilligung,  für  die  Dauer  des  Reichstages  an  zwei  Orten  zu  schmieden.
1554-1561  steuerte  er  gleichbleibend  jährlich  4  Gld.
1555  wurde  er  als  Zeuge  bei  dem  Testament  des  Plattners  Dionysius  Holzman  genannt.
1557  wohnte  er  im  eigenen  Haus  an  der  ,,Hornbruck“.
1562  fiel  seine  Steuerleistung  von  vorher  4  Gld.  plötzlich  auf  30  Pf.  20  Kr.  6  Pf.
1563  am  26.  August  findet  sich  in  einer  Supplikation  der  Plattner  an  den  Rat  der  Stadt  Augsburg  der  Vermerk,  er
sei  -  wie  Conrad  Richter  -  davon  gegangen  und  beide  seien  durch  andere  geschworne  Meister  ersetzt
worden.  Die  Jahressteuer  für  ihn  erlegte  seine  nunmehr  verwitwete  Frau  in  gleicher  Höhe  wie  für  das  Jahr
vorher.
Er  scheint  also  bereits  vor  Oktober  1563  gestorben  zu  sein.  Der  starke  Abfall  der  Steuerleistung  1562
deutet  vielleicht  auf  eine  Krankheit  des  Meisters  hin.
Wappen:  unbekannt.
Plattnermarke:  unbekannt.
Seine  Arbeiten  im  Codex:
1563:  fol.  42  v,  43,  43  v,  44.

Literatur  zur  Person:

A.  v.  Reitzenstein,  Augsburger  Plattner,  a.  a.  O.,  S.  174-175.

Augsburger  Stadtmarke  (Beschauzeichen)
            
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