Full text: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 24 (N.F.) (XXIV=60)

Dakische und Sarmatische Waffen auf den Reliefs der Traianssäule 
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23. Indischer schwerer Panzerreiter. Sind, 18. Jh. n. Chr. New Armouries, Tower von London 
Zwickelhelm samt Maske aus Ringelgeflecht, Ringelpanzerhemd und Hosen, Korsage, Armschienen, Pferdeharnisch. Die Ver 
bindung der Lamellen durch Ringel erst seit dem Spätmittelalter nachweisbar 
Annahme seiner hellenistischen Herkunft vermöchten höchstens Ringelpanzerfunde des 4. Jahrhunderts 
v. Chr. in südrussischen Hügelgräbern 34 zu zeugen, und diese fallen in die Zeit der größten keltischen 
Expansion nach Osten, können also sehr gut keltischen Ursprungs sein. Zweifellos handelt es sich bei 
dem Ringelpanzer um die entwicklungsgeschichtlich jüngste Panzertype der auf den Sockelreliefs dar 
gestellten Schutzwaffen und offenbar auch um die bei den Roxolanen am wenigsten gebräuchliche. 
Über den allgemeinen Schnitt der Panzerhemden sind noch einige Bemerkungen nötig. Der verschluß 
lose hemdartige Charakter der meisten Panzer und die kurzen Ärmel leiten sich — wie bereits erwähnt — 
34 ) Ein Ringelpanzer fand sich im Grab von Guljaj Gorod (Smela-Gruppe), wohl 4.-3. Jh. v. Chr.; siehe E. H. Minns, 
Scythians and Greeks, Cambridge 1913, Fig. 70. Die neue Datierung dieser Gräbergruppe lautet auf das 6.-3. Jahrhundert 
v. Chr. - T. Talbot-Rice, a. a. O., S. 211.
	        
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