Full text : Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 20 (N.F.) (XX=56)

Die  Anfänge  des  Claude  Lohkain

79

1619-1622
1623
1623-1625

1625-1626

1626
1627-1649
1627

1627-1628


1629

1614-Anfang  1616  (?)  Claude  in  Bagnaia,  Gehilfe  Agostino  Tassis
1617  ln  den  „Stati  delle  Anime“  von  S.  Maria  sopra  Minerva  ist  ein  Nicolo  Gili  mit  seinem
Bruder  im  Hause  des  Messer  Cesio  verzeichnet.  Identisch  mit  Claude  Gellee?
Claude  zwei  Jahre  bei  Gottfried  Wals  in  Neapel
Claude  zum  ersten  Male  urkundlich  in  Rom  genannt:  camera  locanda  der  Madalena  Galanti
in  der  Via  della  Croce  („Stati  delle  Anime“  von  S.  Lorenzo  in  Lucina)
Claude  wohnt  in  der  Via  della  Croce.  1625  sind  Pieter  van  Laer  und  Cornelis  van  Poelenburgh
  (?)  seine  Hausgenossen.  In  diesen  Jahren  war  Claude  Schüler  und  Gehilfe  (auch
Wirtschafter)  Agostino  Tassis
Heimreise  über  Loreto,  Venedig  und  Bayern.  Gehilfe  Claude  Deruets  in  Nancy,  Beginn  der
Fresken  in  der  dortigen  Karmeliterkirche.  Unfall  des  mitbeschäftigten  Vergolders.  Rückkehr ­
  nach  Rom
Claude  trifft  gegen  Ende  des  Jahres  wieder  in  Rom  ein,  wo  er  sich  nun  endgültig  niederläßt
Claude  wohnt  in  der  Via  Margutta  bzw.  im  Vicoletto  di  Strada  Mar  gutta
Erste  bekannte  Zeichnung  des  Claude  Lorrain  im  Museo  Home  in  Florenz  (Abb.  124).  Am
18.  Oktober,  dem  Festtag  des  hl,  Lukas,  bemüht  sich  Claude  bei  einem  Handgemenge
zwischen  Leonaert  Bramer  und  dessen  Zechkumpanen,  die  Streitenden  zu  trennen  und
wird  dabei  am  Kopfe  verwundet
Herman  van  Swanevelt  wohnt  bei  Claude
Erstes  bekanntes  Bild  des  Claude  Lorrain:  die  Hirtenlandschaft  im  Philadelphia  Museum
of  Art  (Abb.  172)
Joachim  von  Sandrart  in  Rom.  Freundschaft  und  Zusammenarbeit  mit  Claude,  gemeinsame
Ausflüge  in  die  Campagna,  Arbeiten  im  Garten  des  Fürsten  Giustiniani  (seit  1631  bzw.  1633),
wo  Claude  nach  der  Natur  malt
Erste  datierte  Radierung  des  Claude  Lorram,  der  „Sturm“  (R.  D.  5  -  Blum  1;  Abb.  166).
In  diesem  Jahre  wohnt  mit  Claude  ein  Carlo  francese  pitt e .,  vermutlich  Charles  Mellin,  der,
wie  Claude  zu  jener  Zeit,  im  Palazzo  Muti  bei  SS.  Apostoli  arbeitete
Claude  malt  für  Ludwig  XIII.  die  „Eroberung  von  Susa“  und  die  „Belagerung  von  La
Rochelle“.  „Abendlandschaft“  in  Detroit  (Abb.  178),  „Flußlandschaft  mit  Mühle“  in  Boston
(Abb.  177)  und  „Ri  he  auf  der  Flucht“  in  der  Sammlung  des  Herzogs  von  Westminster.  Von
nun  an  steigt  die  Zahl  der  erhaltenen  und  nachweisbaren  Werke  Claudes
Giovanni  Domenico  Desiderii,  der  langjährige  Gehilfe  Claudes,  erstmals  bei  diesem  erwähnt,
und  zwar  als  servitore
1633-1656/57  Giovanni  Domenico  Desiderii  bei  Claude
1633  Claude  zum  ersten  Mal  in  den  Listen  der  Accademia  di  San  Luca  eingetragen,  unter  den
neu  erwählten  Akademikern
Sebastien  Bourdon  kopiert  aus  dem  Gedächtnis  eine  große  Landschaft,  die  er  bei  Claude
gesehen  hatte
Weitere  Erwähnungen  Claudes  in  den  Listen  der  Accademia  di  San  Luca
Claude  malt  für  Kardinal  Guido  Bentivoglio,  Papst  Urban  VIII.  und  König  Philipp  IV.
von  Spanien
Giovanni  Domenico  Desiderii  zum  ersten  Male  Pittore  genannt
Neben  Giovanni  Domenico  Desiderii  auch  eine  Magd  in  Claudes  Haushalt.  Claude  mit
Aufträgen  überhäuft.

1629-1635

1630

1631

1633

1633/34
1634  ff.
1637-1639
1638
1639

CLAUDES  KÜNSTLERISCHE  UMGEBUNG
Die  Via  Margutta,  wo  Claude  seit  1627  wohnte,  war  das  Zentrum  des  niederländischen  Künstlerlebens
in  Rom 63 .  Von  1623  bis  1638  lebte  und  wirkte  dort  Giovanni  del  Campo  (Jean  Ducamps)  aus  Cambrai,
der  Nestor  und  das  allgemein  anerkannte  Haupt  der  sogenannten  „Schilderbent“  oder  der  „Bent

,3 )  Siehe  Hoogewerff,  Via  Margutta.
            
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