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Links oben: 201. Pons Herculeus bei Segovia
(Cod. Vindob. 6481, pag. 569)
Hechts oben: 202. Amphitheater von Sagunt
(Cod. Vindob. 6481, pag. 385)
Hechts: 203. Aquädukt von Teruel (Cod. Vindob. 6481.
pag. 389)
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noch deutlich die Mentalität eines dankbaren Betrachters der Kunst- und Wunderkammern jener Zeit.
So hat der Bericht Gundlachs nicht nur dokumentarischen Wert für den Zustand spanischer Denkmäler
und Sammlungen zur Zeit seiner Reise, also in den Jahren 1598-159!), sondern ist auch ein Zeugnis
dafür, wie ein gebildeter Reisender damals die Welt und ihre Sehenswürdigkeiten angeschaut hat.
Gundlach versäumt es auch nicht, an vielen Stellen anekdotische Einzelheiten über seine Reiseerlebnisse
einzuflechten, die den lehrhaften Charakter seines Werkes nicht nur für jene Leser auflockern
sollten, an die der Verfasser unmittelbar gedacht haben mochte, sondern die auch dem modernen Leser
willkommenen Einblick gewähren in das spanische Leben der Zeit um 1600. So etwa der Bericht über
die Unsitte, daß Besucher aus aller Welt sich mit ihren Namen an den Mauern der St. Helena-Kapelle
in Granada 18 oder an den Felsen neben der Straße der Sierra S. Adriano verewigen 17 . Über den gelehrigen
Esel, der den Einsiedlern am Monserrat ihre Verpflegung bringt, weiß er mehr zu berichten als über die
anderen Sehenswürdigkeiten dieses Wallfahrtsortes 18 . Manchmal vergleicht er spanische Bräuche mit
denen in anderen Ländern: am Baiaste des Conte de Rauca in Saragossa werden die Köpfe der Enthaupteten
ausgestellt wie auf der Towerbrücke in London 19 ; die Faschingsbräuche in Barcelona vergleicht
16 ) p. 224; vgl. unten S. 182.
17 ) p. 529; vgl. unten S. 184.
18 ) p. 408; vgl. unten S. 182 f.
19 ) p. 512; vgl. unten S. 184.