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Den Abbildungen nach zu urteilen, weist besonders sein 1564 gemaltes Bildnis
eines 51jährigen Mannes Ähnlichkeiten zu den beiden Wiener Gemälden auf, betrachtet
man etwa das selbstverständliche Posieren, mit dem Bewegungen angedeutet
werden (Abb. 7), oder die psychologische Durchdringung der drei Dargestellten.42
Diese Bezüge sollen hier aber nicht überstrapaziert werden, da sie nur
auf der Grundlage von Photographien hergestellt werden können. Zudem haben
sich aus den Jahren zwischen 1556 und 1562 anscheinend keine Gemälde von de
Vos erhalten; eine unmittelbare Vergleichsbasis entfällt daher.
Rückseite mit Rätseln
Die beträchtliche Größe der Holztafel schließt quasi aus, dass das ur sprünglich
sicher noch mit einem Rahmen versehene Bildnis als portables Kunstwerk konzipiert
und zum Betrachten in die Hände genommen wurde, wobei auch die
rückseitige Bemalung hätte bewundert werden können. Eine solche Handhabung
bleibt etwa für das eingangs erwähnte, viel kleinere DürerPorträt die
wahrscheinlichste Hypothese, auf dem vorderseitig zudem wohl noch ein
Schiebedeckel als Schutz
saß.43
Unser Werk dagegen war entweder mit einem
Abb. 7 Marten de Vos,
Bildnis eines 51jährigen
Mannes, 1564. Privatbesitz