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Abb. 2
Rekonstruktion der Hängung des Grünen Kabinetts
nach den Wandaufrissen von Kustos Wartenegg 1891
(Rekonstruktion erstellt von Nina Binder, Michael Eder
und Sofie Shaw)
Gemäldegalerie im Haus am Ring behält das Bild wohl seinen Platz in diesem,
der niederländischen Kunst gewidmeten Kabinett (Nr. 1; siehe Rekonstruktion
nach den Wandaufrissen von Kustos Wartenegg 1891,
Abb. 2).
Erst im Laufe
des 20. Jahrhunderts scheint der
Große Gartenpalast
seines flämisch-barocken
Einschlages wegen der damals vorherrschenden Vorliebe für kleine, feine holländische
Kabinettstücke nicht mehr Genüge zu tragen und wird aus der Schausammlung
entfernt. 1938 wählte Dr. Ludwig von Baldass, damaliger Direktor der
Gemäldegalerie, das repräsentative und prunkvolle Architekturstück zur Zierde
seines Büros aus (das heutige Büro der Generaldirektion). Während des zweiten
Weltkrieges wurde das Gemälde zusammen mit weiteren Großformaten der Gemäldegalerie
im Augustinerkeller (Augustinerstrasse 1, 1010 Wien) geborgen und
ab September 1944 im Stift Klosterneuburg
aufbewahrt.4
Nach seiner Rückkehr
ins Kunsthistorische Museum im Oktober 1945 wurde das Architekturstück in
die Sekundärgalerie verbracht und bis heute nicht mehr ausgestellt.
Dirck van Delen (Heusden, 1604/5–16.05.1671, Arnemuiden):
Maler, Gelehrter und Bürgermeister
Der holländische Architekturmaler Dirck van Delen wurde 1604/5 in Heusden
nahe Hertogenbosch geboren. Kurz nach seiner Geburt zieht die Familie
nach Breda in die niederländische Provinz Nordbrabant. Mit 20 Jahren ist Dirck
als Bürger von Middelburg, der Hauptstadt Zeelands, registriert und heiratet die
Tochter des Bürgermeisters der nahe gelegenen Ortschaft Arnemuiden
(Abb. 3),