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kende Paar wird durch einen Zügel verbunden, den die Figuren in ihrer jeweils
freien Hand halten. Die palastartige Architektur setzt sich im rechten Bildvordergrund
fort und wird von zwei Vorbauten mit Balkonen bestimmt, die jeweils von
vier schwarzen Salomonischen Säulen mit Weinrankenmuster getragen werden.
Die Balkonbalustraden werden von vier teilweise durch die Bildoberkante abgeschnitten
dargestellten, nicht identifizierbaren Skulpturen bekrönt. Eine zweigeschoßige
palastartige Architektur mit Risalit, die mit einer Balustrade und Skulpturen
antiker Krieger am Dach abschließt, begrenzt die Bildkomposition links.
Auftraggeber und Symbolik der Orangen
Zwei große Henkelamphoren mit Weinrankenmuster erheben sich auf der Balustrade
auf dem Platz im linken Bildvordergrund. Darin wachsen je ein mannshoher
Orangenbaum, der sowohl Blüten als auch Früchte trägt: die einzigen Gartenpflanzen,
die in der gesamten Komposition zu sehen sind. Die Größe der Gewächse
sowie ihre Position im Bild in Bezug zum Auftraggeberpaar legen eine sinnbildliche
Deutung der Orangenbäume als Zugehörigkeitssymbol im Zusammenhang mit der
Orangenfraktion nahe. Seit Prinz Maurits (1567–1625) bekommt die Orangenpflanze
eine übertragene Bedeutung als Attribut der Prinzen von Oranien und der Orangenfraktion.14
Die Verbindung von van Delens Werk mit dem Hof in Den Haag
wurde unter anderem von Liedtke herausgearbeitet, der auch den patriotischen
beziehungsweise politischen Gehalt anderer Architekturgemälde
hervorhob.15
Abb. 13
Jacob Matham nach Sebastian Vrancx Das Gleichnis des reichen Mannes und des armen Lazarus,
Kupferstich, 1606. New York, Public Library