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Ina Slama
BILDTRÄGER UND AUFSPANNUNG:
Der großformatige Bildträger besteht aus einer einzigen Leinwand in einfacher
Leinenbindung mittlerer Dichte. Eine Besonderheit ist, dass die Spannränder
an drei Seiten original erhalten sind. Wichtige Informationen über
die Vorbereitung von Leinwänden, die meist durch Formatveränderungen im
Lauf der Zeit verloren gehen, sind somit noch vorhanden: Die äußersten Ränder
wurden 5 mm umgeschlagen. In die daraus entstandene schmale Schlaufe
wurde eine 2 mm dicke Schnur eingelegt und mit kleinen Schrägstichen
sorgfältig eingenäht (Abb. 5), um die Ränder zu verstärken. Die temporäre
Fixierung der so vorbereiteten Leinwand erfolgte vermutlich flach auf einem
Arbeitsspannrahmen. Eine hellbeige Grundierung und ein mehrschichtiger
Farbauftrag wurden auf die vorgeleimte Leinwand aufgebracht. Dunkelbraune,
zwischen 2 und 3 cm breite Streifen entlang aller Ränder schlossen den
Arbeitsprozess ab (Abb. 6). Nach einer Trocknungsphase wurde das Gemälde
abgespannt, gerollt transportiert und an dem dafür vorgesehenen Ort in situ
flach aufgespannt.
Die breiten dunklen Streifen geben Anlass zu möglichen Erklärungen – etwa,
dass sie das endgültige Bildformat, das bereits zu Beginn des Malprozesses
festgelegt wurde, stärker markieren sollten. Sie wären bei der Installation,
an einem vielleicht schlecht zugänglichen Ort, eine Orientierungshilfe für
exaktes Aufspannen gewesen. Denkbar wäre auch, dass diese Linien bei der
flachen Montage in eine Wandvertäfelung als Schattenfuge dienen hätten
können – quasi als Fortsetzung der das Bild umgebenden fixierenden Leisten.
KONSTRUKTIONSZEICHNUNG – MALTECHNIK:
Im Gegensatz zum
Hohen
Säulenbau, bei dem im Infrarotreflektogramm vereinzelt
zarte Linien einer Unterzeichnung sichtbar sind (Abb. 7), hat van
Delen für den
Großen Gartenpalast
kein kohlenstoffhaltiges Pigment für eine
Unterzeichnung verwendet. Diese kann daher mittels Infrarotreflektographie
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Aus der Sicht der Restauratorin 678