Full text: Band 1 (1)

26 
M. Strolz 
4. RESTAURATORISCHE MASSNAHMEN 
Die Firnisreduzierung bzw. Entfernung von Überma- 
lungen und Retuschen erfolgte mit 
Lösungsmitteln54. 
Die Firnisschichten wurden insgesamt gedünnt, wobei 
angestrebt wurde, die in den verschiedenen Bildberei- 
chen unterschiedlich dicken Schichten möglichst aus- 
zugleichen. So wurde beispielsweise im Gesicht sehr 
zurückhaltend gereinigt, während Partien mit stärker 
gegilbtem, fleckigem Firnis, wie der Silberbrokat des 
Ärmels, weiter gereinigt wurden. Erfreulicherweise waren 
die Übermalungen im Hintergrund ebenso wie der 
überwiegende Teil der kleineren Retuschen leicht lös- 
lich. Ausnahmen bildeten einige sehr alte Retuschen im 
Gewand, die belassen wurden. Wie sich während der 
Firnisabnahme zeigte, war auch der rote Samt des Klei- 
des im unteren Bereich stark retuschiert worden, um 
bestehende Schäden zu kaschieren. 
Im freigelegten Zustand ließ sich der Erhaltungszu- 
stand der Malschichten noch klarer beurteilen (Abb. 23 
und 24). 
54Verwendung fanden Ethanol und Isooctan in unterschiedlichenMischungsverhältnissen. 
Abb. 24: Detail, Hintergrund nach der Freilegung: Im Bereich des 
Schlagschattens sind die Malschichten durch zum Teil tiefe Berei- 
bungen beschädigt. An hell erscheinenden Stellen sind die hell- 
grauen Untermalungen exponiert.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.