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Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 27 (N.F.) (XXVII=63)

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Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 27 (N.F.) (XXVII=63)

Series

Persistent identifier:
990001151390203331
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
Place Of Publication:
Wien
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
German
ISSN:
0075-2312
0258-5596

Periodical volume

Persistent identifier:
0061491
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 27 (N.F.)
Shelfmark:
10.230
Volume count:
XXVII=63
Publisher:
Schroll & Co.
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
1967
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0061491
Language:
Deutsch

Chapter

Title:
STUDIEN ÜBER JAN VAN DEN HOECKE UN DIE MALEREI DER NIEDERLÄNDER IN WIEN
Author:
Heinz, Günther

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 27 (N.F.) (XXVII=63)
  • Cover
  • Endsheet
  • Title page
  • Imprint
  • Contents
  • DIE „MOSESFOLGE“ DER TAPISSERIENSAMMLUNG DES KUNSTHISTORISCHEN MUSEUMS IN WIEN
  • DIE ENTSTEHUNG DER GALERIE DES ERZHERZOGS LEOPOLD WILHELM
  • CASPAR DE CRAYER ALS BILDNISMALER. Seine Entwicklung bis etwa 1630
  • STUDIEN ÜBER JAN VAN DEN HOECKE UN DIE MALEREI DER NIEDERLÄNDER IN WIEN
  • Register
  • Abbildungsnachweis
  • Cover

Full text

STUDIEN ÜBER JAN VAN DEN HOECKE 
UND DIE MALEREI DER NIEDERLÄNDER IN WIEN 
Von Günther Heinz 
Karel van Mander hatte von dem Können der deutschen Maler seiner Zeit keine hohe Meinung, wohl 
aber von dem Interesse und der Freigebigkeit der Fürsten des Reiches 1 ; hätte er die Leistungen der 
doch recht begabten Meister des folgenden, des 17. Jahrhunderts, gekannt, er dürfte seine Ansicht 
doch nicht geändert haben, daß nämlich ein junger Künstler hier im Gegensatz zu Italien nichts lernen 
könne, die Residenzen und Städte des Reiches nicht der Bereicherung künstlerischer Erfahrung wegen, 
sondern nur des materiellen Gewinnes halber aufzusuchen seien. Wenn der Kunstschriftsteller auf die 
gute Aufnahme seiner niederländischen Maler hinwies, so hat er vor allem an den Hof Kaiser Rudolphs II. 
gedacht, der den Künstlern aller Nationen ein großzügiger Mäzen war, so daß hier wohl der Eindruck 
entstehen konnte, nur die materielle Grundlage dieser Kunstblüte sei Sache des kaiserlichen Gastgebers 
gewesen, während die geistige Leistung nur zu einem bescheidenen Teil von den Kräften der Erblande 
herrührte. Trotz der so häufig im 17. Jahrhundert beklagenswerten finanziellen Lage fanden die 
ausländischen Maler auch bei den Nachfolgern Kaiser Rudolphs eine offene Hand 2 , obwohl ihre Arbeit 
zweifellos kostspieliger war als die Tätigkeit der Einheimischen: Die Malerei der kaiserlichen Metropole 
wurde daher von den italienischen und niederländischen Gästen bestimmt, die nur selten und dann 
mit dem Gefühl beleidigten weil berechtigten Ehrgeizes 3 einem deutschen Kollegen einen bedeutenden 
Auftrag überlassen mußten. Der Eindruck der Überlegenheit der Malerei, die von den wandernden 
ausländischen Künstlern verbreitet wurde, verstärkte sich noch dadurch, daß seihst die besten der hier 
geschätzten deutschen Maler niederländischen 4 und italienischen Vorbildern folgten und somit in ihrem 
Werk selbst die Meinung Van Manders bestätigten. Die kaiserliche Hauptstadt wurde von den Künstlern 
verschiedener Nation zu einem Ort der Begegnung der von ihnen vertretenen Richtungen gemacht, 
was im großen gesehen die Möglichkeit der Auseinandersetzung italienischer und niederländischer 
Prinzipien und Erfahrungen bedeutete. Gerade die deutschen Maler erreichten die gleichmäßige Durch 
dringung des von beiden Seiten Erlernten, ja man könnte in manchen Fällen sagen, ihre Künstler 
persönlichkeit erwuchs gerade in der Aufgabe, das südliche und das nördliche Vorbild zu untrennbarer 
Einheit zu verschmelzen. Joachim von Sandrart hat mit seinem reifen Stil in Wien Eindruck machen 
können, und auch Schönfelds Werke der späten fünfziger Jahre, die in nahtloser Einfügung flämischer 
Elemente seinen italienischen Stil malerisch erweitern und bereichern, gehören zu den charakteristischen 
Erscheinungen des künstlerischen Geschmackes in den Erblanden und in Salzburg. Die Altarbilder 
Sandrarts im Salzburger Dom, in der Wiener Schottenkirche und der Stiftskirche von Lambach, 
Schönfelds große Mythologien in Kremsier, das späteste seiner Altarbilder im Salzburger Dom können 
als Beispiel dafür dienen, wie weit der italienisch Gebildete sich der niederländischen Malkultur, der 
niederländisch Ausgebildete aber dem hohen Ideal bolognesischer Kunst angenähert haben. Zu dem 
geringsten Grad an Angleichung ließen sich begreiflicherweise die Italiener herbei, die das Bewußtsein 
der führenden Stellung ihrer Nation mitbrachten. Zwar waren es keineswegs die führenden Persönlich 
keiten, die über die Alpen wanderten 5 , keineswegs, die Künstler, denen die Begründung des neuen 
1 ) Karel van Mander, Lehrgedicht I. ed. R. Hoecker, Den Haag 1916, S. 73. 
2 ) Vgl. Alphons Lhotsky, Die Geschichte der Sammlungen (Festschrift des Knnsthistorischen Museums), Wien 1941-1945, 
S. 313ff. 
3 ) F. Baldinucci, Notizie dei professori del disegno etc. Ed. Ranalli 1846, III, S. 450, IV, S. 586. 
4 ) Von den Künstlern der Erblande war es Georg Pachmann, der sich am stärksten der flämischen Malerei angenähert hat. 
Das große Altarbild der „Anbetung der Hirten“ in der Pfarrkirche in Eggenburg beweist deutlich die Kenntnis entsprechender 
Motive aus den Werken von Rubens; die ehemaligen Altarbilder der Wiener Schottenkirche, der hl. Gregor und der hl. Benedikt 
(jetzt in St. Ulrich), zeigen seine Vertrautheit mit der flämischen Maltechnik, verraten hingegen kaum irgendeinen italienischen 
Einfluß. 
6) Die Meinung Haskells wird hier bestätigt, da tatsächlich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts die Hauptmeister Italien nicht 
verließen und daher ein geradezu rückständiges Ensemble italienischer Maler die Auftraggeber in Salzburg — Mascagni, Ignazio 
Solari - und den Erblanden - Balassi, Lippi usw. - befriedigte. Erst mit der Berufung Dolcis wird hier in den siebziger Jahren 
eine Ausnahme gemacht. Vgl. F. Haskell, Patrons and Painters, London 1963.
	        

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