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Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 20 (N.F.) (XX=56)

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CC BY-SA: Attribution-ShareAlike 4.0 International. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 20 (N.F.) (XX=56)

Series

Persistent identifier:
990001151390203331
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
Place Of Publication:
Wien
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
German
ISSN:
0075-2312
0258-5596

Periodical volume

Persistent identifier:
0061482
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 20 (N.F.)
Shelfmark:
10.230
Volume count:
XX=56
Publisher:
Schroll & Co.
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
1960
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0061482
Language:
Deutsch

Chapter

Title:
CARLO DOLCI. STUDIEN ZUR RELIGIÖSEN MALEREI IM 17. JAHRHUNDERT
Author:
Heinz, Günther

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 20 (N.F.) (XX=56)
  • Cover
  • Endsheet
  • Title page
  • Imprint
  • Contents
  • DIE MÜNCHNER HARNISCHVORZEICHNUNGEN DES ÉTIENNE DELAUNE FÜR DIE EMBLEM- UND DIE SCHLANGEN-GARNITUR HEINRICH II. VON FRANKREICH
  • DIE ANFÄNGE DES CLAUDE LORRAIN
  • HIEREMIAS GUNDLACH: NOVA HISPANIAE REGNORUM DESCRIPTIO
  • CARLO DOLCI. STUDIEN ZUR RELIGIÖSEN MALEREI IM 17. JAHRHUNDERT
  • Register
  • Abbildungsnachweis
  • Cover

Full text

CARLO DOLCJ 
STUDIEN ZUR RELIGIÖSEN MALEREI IM 17. JAHRHUNDERT 
Von Günther Heinz 
Die Zeitgenossen haben Leben und Werk des Carlo Dolci in gleicher Weise bestaunt. Die Eigenart 
seines künstlerischen Schaffens und die seine Persönlichkeit vollständig beherrschende Religiosität 
ließen ihn unter den anderen Malern von Florenz als besonders ausgeprägte Individualität erscheinen. 
Seine sehr starke, außerordentliche Frömmigkeit bestimmte geradezu alle Äußerungen seiner Persön 
lichkeit seit seiner Kindheit. So beschloß er, nachdem er als Maler zu Ansehen gelangt war, in Hinkunft 
nichts anderes als Bilder religiösen Inhalts zu malen, und dieser Vorsatz bestimmte in der Tat fast sein 
gesamtes Schaffen. Das Werk, das erhalten blieb, ist der beste Beleg für die Glaubwürdigkeit des Be 
richtes, den Baldinucci dem ihm bekannten Künstler gewidmet hat 1 . Es besteht kein Grund, an der 
Wahrheit der Erzählung von Dolcis Versprechen zu zweifeln; der Biograph hat auch die eigentliche 
Absicht Dolcis erklärt: der Maler habe sich vorgenommen, Heiligenbilder zu schaffen, die jeden, der sie 
betrachtet, zu christlicher Andacht bewegen. - Sacre Immagini, o sacre istorie talmente rappresentate, 
che potessero partorir frutti di christiana pietä in chi le marava. — Der Entschluß, der Darstellung aller 
saecularen Themen zu entsagen, wie er in der Beschreibung Baldinuccis als Ergebnis der persönlichen 
Überlegungen des Malers bezeichnet wird, ist allerdings nicht ohne Vorbild. Es ist nicht zu entscheiden, 
ob Dolci oder erst Baldinucci bei der Stilisierung seines Berichtes sich von der Vorstellung des „Christi 
anus pictor“ anregen ließ, wie er in Paleottis verbreitetem Werk beschrieben ist 2 . Möglicherweise war 
Dolci der Inhalt dieser bedeutenden Schrift bei seinem ständigen Umgang mit Personen des geistlichen 
Standes vermittelt worden, bei Baldinucci hingegen ist die Kenntnis des Originaltextes anzunehmen. 
Die Frage ist jedoch unbedeutend, da die Tatsachen zu der Erkenntnis führen, daß Dolci geradezu der 
historische „Christianus pictor“ war, den Paleotti mehr als ein halbes Jahrhundert früher theoretisch 
konstruiert hatte. ... in picturis nihil se admittere quod non sit ex hoc ordine (nämlich religionis Studium 
et sanctorum cognitio) excludunt enim non modo omnia quae gentiles amplexabantur sed alia etiam omnia 
quae hoc tempore saecularia et profana dicuntur 3 . Der feste Vorsatz Dolcis findet hier die theoretische 
Grundlage. Auch die Ausnahmen, die Baldinucci im Schaffen des Meisters verzeichnet, die Darstellung 
von Tugenden, moralischen Allegorien (oder auch indifferenten „Künsten“) erklärt bereits Paleotti: 
Non videmus qua in re Christianus pictor utilius splendidiusque artem suam exercere possit, quam post 
sacras imagines vel in pulchritudine et praestantia virtutum scite et ingeniöse exprimenda 4 . Eine Anzahl 
besonders fein ausgeführter Werke dieser Art von Erfindungen ist erhalten, die zu Dolcis besten Leistun 
gen gehören, wie die Allegorien in der Galleria Corsini in Florenz (Abb. 231) oder die „Sinceritas“ im 
Kunsthistorischen Museum in Wien (Abb. 246). 
Es ist verständlich, daß der Theoretiker die Darstellung religiöser Gedanken nur in Verbindung mit der 
persönlichen Frömmigkeit des Malers sehen kann: So ist der Schaffensvorgang bei dem „Christianus 
pictor“ mit der Meditation unmittelbar verbunden. Nur Ergriffenheit des Künstlers bei der Überlegung 
des Bildinhalts kann im geschaffenen Bild die Ausstrahlungskraft bewirken, die in den Betrachtern die 
innere Anteilnahme an den vorgestellten Tatsachen der Heilsgeschichte hervorrufen kann. Paleotti 
führt als Erklärung ein Beispiel eines sehr frommen Malers seiner Zeit an - mit dem Bartolomeo Cesi 
gemeint sein könnte -, der das gestellte Thema aus der Heiligengeschichte durch vorhergehende reli- 
') Filippo Baldinucci, Notizie de’ Professor! del disegno da Cimabue in qua, XVIII, Florenz 1773. 
2 ) De imaginibus sacris et profanis, Illustrissimi et Reverendissimi D. D. Gabrielis Palaeoti Cardinalis libri quinque (Lateinische 
Ausgabe), Ingolstadt 1594. 
3 ) Paleotti, a. a. O., II, 17. 
4 ) Paleotti, a. a. O., II, 43.
	        

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