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Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 9 (N.F.) (IX=45)

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Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 9 (N.F.) (IX=45)

Series

Persistent identifier:
990001151390203331
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
Place Of Publication:
Wien
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
German
ISSN:
0075-2312
0258-5596

Periodical volume

Persistent identifier:
0059630
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 9 (N.F.)
Shelfmark:
10.230
Author:
Klapsia, Heinrich
Editor:
Kris, Ernst
Volume count:
IX=45
Publisher:
Schroll & Co.
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
1935
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0059630
Language:
Deutsch

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 9 (N.F.) (IX=45)
  • Cover
  • Title page
  • Contents
  • List of illustrations
  • UNTERSUCHUNGEN ZUR RÖMISCHEN BILDKOMPOSITION
  • DER WIENER SCHNITZALTAR
  • AUS DER FRÜHZEIT DER KÄRNTNER TAFELMALEREI
  • EIN UNBEKANNTES BILDNIS VON ANTONELLO DA MESSINA
  • SEVERO DA RAVENNA (DER »MEISTER DES DRACHENS«)
  • EIN KREUZIGUNGSALTAR VON HIERONYMUS BOSCH
  • EINE HOCHRELIEFSTICKEREI DES 16. JAHRHUNDERTS IM WIENER DIÖZESAN-MUSEUM
  • DIE VORBILDER VON DANIEL HOPFERS FIGURALEM WERK
  • ZU RAFFAELS LOGGIEN
  • ZUM WERKE GIULIO ROMANOS. II. VERSUCH EINER DEUTUNG
  • ÜBER EINIGE LANDSCHAFTSGEMÄLDE PETER BRUEGELS DES ÄLTEREN
  • MEISTERWERKE DER JUWELIERKUNST DES 16. UND 17. JAHRHUNDERTS
  • REMBRANDTS ALTERSSTIL UND DIE BAROCKKLASSIK. EIN BEITRAG ZUM VERSTEHEN DES ALTERSSTILES REMBRANDTS
  • BEITRÄGE ZUR KUNSTTÄTIGKEIT AM ÖSTERREICHISCHEN KAISERHOFE IM 17. JAHRHUNDERT. 3. DANIEL NEUBERGER
  • BIOGRAPHISCHES
  • WIEN (1651 - 1663)
  • REGENSBURG (1663 - 1680)
  • FERDINAND NEUBERGER
  • SONDERBEMERKUNG
  • ANHANG 1
  • ANHANG 2
  • REGISTER
  • Cover

Full text

Beiträge zur Kunsttätigkeit am österreichischen Kaiserhofe im 17. Jahrhundert: III. Daniel Neuberger. 
Als einziges Dokument der Wiener Tätigkeit Ferdinand Neubergers ist ein Wachsrelief in der Samm 
lung Köhler 46 zu Wien erhalten, das die Signatur »F.N.165.« trägt. Es stellt eine Szene aus den Meta 
morphosen des Ovid, Diana und Actaeon, dar. In allen technischen Belangen sowie in Farbe und Erfindung 
stimmt diese Arbeit sehr mit den Ovidbossierungen Daniels überein. Allein eine grundsätzlich anders geartete 
Körperlichkeit unterscheidet dieses Relief, das sich in allen äußeren Elementen als unselbständige Anlehnung 
an den Stil Daniels kundtut, von dessen Kompositionen. Das Prinzip der ganz flachen, fast graphischen 
Wiedergabe des Hintergrundes ist beibehalten. Doch ist vor dieses ganz in die Ebene gedrängte Relief 
unvermittelt da und dort ein nahezu vollplastischer Körper gesetzt. Demnach fehlt hier jene Mittelschicht, 
die in den Erfindungen Daniels der eigentliche Träger der Szene ist. Als einziges bekanntes und voll be- 
zeichnetes Frühwerk Ferdinand Neubergers ist dieses Relief von historischer Bedeutung. 
Erst in späteren Jahren verläßt Ferdinand Neuberger die unfreien Wege seiner Anfänge. Über sein 
Schaffen am Ansbacher Hofe berichtet Hampe an anderer Stelle ausführlich. 47 
SONDERBEMERKUNG. 
Es war davon die Rede, daß m der Werkstatt Daniel Neubergers in den letzten Jahren seines Wiener 
Aufenthaltes Goldschmiedearbeiten und Steinschneidearbeiten einen nicht unbeträchtlichen Raum einzunehmen 
schienen. Der Meister selbst ist an diesen Arbeiten nicht unmittelbar manuell beteiligt gewesen; doch hat es 
den Anschein, daß der Künstler die Entwurfzeichnungen zu einer Reihe von Gefäßen erdacht hat. Ich möchte 
— ganz hypothetisch — versuchen, eine Vorstellung von dem Stil dieser Arbeiten zu geben. Es war wiederholt 
darauf hingewiesen worden, daß ein großes Jaspisgeschirr in der Zeit um 1661 in dem Betrieb der Werkstatt 
eine Mittelstellung einnahm. Um das reiche Material, das der Meister in Ungarn eingekauft hatte (R. 26), aufzu 
arbeiten, mußten aus Augsburg sogar zwei Steinschneider als Gehilfen engagiert werden (R. 27). Die letzte 
Zahlung an den Meister, schon nach dessen Abreise aus Wien ausgefolgt (R. 43), besteht in 550 fl. für Silber- 
und Edelsteinarbeiten. Die Höhe der mehrfach an den Meister gezahlten Honorare läßt eine ziemlich ausgedehnte 
Tätigkeit der Goldschmiede und Steinschneider in Neubergers Atelier vermuten. Im Wiener Kunsthistorischen 
Museum befindet sich nun ein Gefäß, das ich versuchsweise mit dieser Werkstatt in Zusammenhang bringen 
möchte (Abb. 207). Aus Sardonyx ist eine muschelförmige, auf hohem Fuße stehende Schale geschnitten. Diese 
Muschel ist von einem — schwarz und weiß emaillierten — Adler (Abb. 208) getragen,.der den Reichsapfel 
und einen Palmzweig in den Fängen hält. Der Fußrand ist in vergoldetem und emailliertem Silber gearbeitet. 
28 roh gefaßte Rubine verzieren die Randleiste. Der Typus dieses Adlers scheint mir in seiner wenig heral 
dischen Haltung dem Formenschatz Neubergers anzugehören und seine Verwandten in den von Neuberger als 
Invcntor gezeichneten graphischen Blättern zu haben. Die Idee, Tiere in die Schalenwandungen ganz willkür 
lich eingestreut zu modellieren, scheint der Eigenart Neubergers — seiner Vorliebe für Absonderliches — zu 
entsprechen. Natürlich ist Neuberger auch hier nur —- so wie bei den Blättern Eimmarts — als »inventor«, 
der die Werkzeichnung entworfen hat, zu verstehen. Zu diesem Stück tritt dann noch ein muschelförmig ge 
schnittenes Sardonyxgefäß, dessen Schnitt mit der Schale übereinstimmt, jedoch ganz schmucklos gefaßt ist. 
Es ist bisher nicht möglich gewesen. Näheres über die Art der Neubergerschen Steingefäße aus archi- 
valischem Material zu entnehmen. Merkwürdigerweise ist das vielgenannte Jaspisgeschirr, das in den Akten 
eine solche Rolle spielte, mit keinem Stück der Wiener Sammlung zu identifizieren. Mit den drei angeführten 
Stücken soll nur versucht werden, die Art dieser frühleopoldinischen Steinschneiderwerkstatt, neben der 
noch andere offenbar bedeutende Meister wie Pietro Paolo Lucino oder der aus Innsbruck an den Hof 
berufene Pandolfini tätig waren und von deren Arbeiten gleichfalls bisher jede Spur fehlt, eine Vorstellung 
zu geben. Dabei scheint sich zeigen zu wollen, daß die Werkstatt Neubergers auch auf diesem Sondergebiet 
der Kleinkunst durchaus nicht gleichgültige Arbeit leistete, ja sogar wahrscheinlich zur Formensprache der 
Goldschmiedekunst, besonders in der Verwendung des Emails, wesentliche Anregungen gegeben haben dürfte. 
Denn der Stil des Meisters, der Leopolds 1. berühmten Hyazinth »la bella« in der Weltlichen Schatzkammer 
gefaßt hat, scheint aus der Werkstatt Neubergers hervorgegangen und mit der Hand jenes Gehilfen identi 
fizierbar zu sein, der die Emailarbeiten an den vorgeführten Stücken der Werkstatt Neubergers beigesteuert hat. 
46 Kat. der Verst. bei Wawra (Wien 1917), Nr. 195. Die Mitteilung dieses Stückes danke ich Frau Dr. Ida Köhler in Wien. 
47 Hampe, 1. c., S. 128 ff. 
245
	        

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