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Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 4 (N.F.) (IV=40)

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CC BY-SA: Attribution-ShareAlike 4.0 International. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 4 (N.F.) (IV=40)

Series

Persistent identifier:
990001151390203331
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
Place Of Publication:
Wien
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
German
ISSN:
0075-2312
0258-5596

Periodical volume

Persistent identifier:
0059625
Title:
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 4 (N.F.)
Shelfmark:
10.230
Author:
Stechow, M.
Volume count:
IV=40
Publisher:
Schroll & Co.
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
1930
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0059625

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
  • Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 4 (N.F.) (IV=40)
  • Cover
  • Title page
  • Dedication
  • Contents
  • List of illustrations
  • AUS DER BAUHÜTTE VON ST. STEPHAN. 1. Teil
  • DIE BILDHAUER VENEDIGS IN DER ERSTEN HÄLFTE DES QUATTROCENTO. (NICOLÒ LAMBERTI, PIERO UI NICOLÒ LAMBERTI, NANNI DI BARTOLO, DIE WERKSTATT DER BUON, DER »MEISTER DES MASCOLI-ALTARS«.)
  • ÜBER EINE GOTISCHE GEORGS-STATUE UND IHRE NÄCHSTEN VERWANDTEN. EIN BEITRAG ZUR KENNTNIS DER ÖSTERREICHISCHEN SKULPTUR IM FRÜHEN 15. JAHRHUNDERT
  • NEUE MATERIALIEN ZUR ALTÖSTERREICHISCHEN TAFELMALEREI
  • DER MEISTER DES GRAZER DOMBILDES UND SEINE KUNSTGESCHICHTLICHE STELLUNG. EIN BEITRAG ZUR LÖSUNG DER PFENNING-LAIB-FRAGE
  • EIN ZEITGENÖSSISCHES BILDNIS DES KAISERS SIGISMUND
  • DER MEISTER DES LOUIS DE BRUGES. EIN BRÜGGER BUCHMALER AUS DEN SIEBZIGERJAHREN DES XV. JAHRHUNDERTS.
  • NEU AUFGETAUCHTE GEMÄLDE JACOPO BASSANOS
  • WIEDERGEFUNDENE GEMÄLDE AUS DER SAMMLUNG DES ERZHERZOGS LEOPOLD WILHELM
  • EINE ZEICHNUNG VON HANS VERMEYEN
  • REGISTER
  • Cover

Full text

ÜBER EINE GOTISCHE GEORGS*STATUE UND 
IHRE NÄCHSTEN VERWANDTEN. 
EIN BEITRAG ZUR KENNTNIS DER ÖSTERREICHISCHEN SKULPTUR 
IM FRÜHEN 15.JAHRHUNDERT. 
VON ERNST KRIS. 
I. 
A us der gotischen Pfarrkirche des kleinen steirischen Ortes Großlobming bei Knittelfeld ist jüngst die Statue 
- eines heiligen Georg, die diese Zeilen in die Literatur einführen sollen, in das Kunsthistorische Museum 
gelangt (Taf.I; Abb. 12g, 131, 132,13g und 140). Das Verdienst der Entdeckung gebührt dem Herrn Pfarrer von 
Großlobming Hochwürden A. Roßmann, der die einzelnen Teile der Statue unter Schutt und Gerümpel 
auf dem Dachboden der Kirche auffand. Seinem liebenswürdigen Entgegenkommen ist es zu danken, 
daß auf Grund einer Verständigung durch das österreichische Bundesdenkmalamt, dem ein Bericht des 
Herrn Staatskonservators Dr. K. Ginhart vorlag, die Bruchstücke —■ sechs große und viele kleinere —- er 
worben werden konnten; aus ihnen hat Sebastian Isepp mit gewohnter Umsicht und Sorgfalt die Statue 
zusammengefügt 1 . 
Das wiedergewonnene Werk ist dann einer gründlichen Restaurierung unterzogen worden. Der glück 
liche Gedanke, den namentlich an allen Bruchstellen bröseligen Kalkstein künstlich zu festigen, ermöglichte 
es, Schmutz und Übermalungen zu entfernen. Aus jedem der sorgfältig durchgebildeten ornamentalen Teile, 
aus Franse, Borte, Rosette und Kettenglied mußten die abbröckelnden Schichten späterer Farben und 
Grundierungen abgetragen werden. Da und dort sind dank der Meisterschaft des Restaurators Reste alter 
- gelegentlich vielleicht auch der ursprünglichen — Bemalung aufgedeckt und erhalten worden 2 . So liegt 
ein Schimmer von Farbigkeit über der Statue, der zwar in keinem Sinne an die Wirkung von einst heran 
reicht oder diese wiederzugewinnen erleichtern soll, der aber den Eindruck des Erhaltungszustandes ein 
wenig mildert. 
Wie sie heute vor uns steht, ist die Statue ein Fragment. Die sorgliche Detailarbeit des Künstlers 
fesselt die Aufmerksamkeit; doch müssen wir eine Weile zögern, ehe es gelingt, die fehlenden Teile im 
Geiste so zu ergänzen, daß sich die Elemente des Eindrucks sinnvoll verbinden (Abb. 130J 3 . 
1 Der Kopf war am Halsansatz gebrochen; das anschließende Stück reichte bis zur unteren Linie des Kreuzbalkens aul 
dem Lendner, umfaßte im wesentlichen den ganzen rechten Arm soweit er eidialten ist und den Ansatz des linken Oberarmes; 
das nächste Bruchstück reichte von der Hüfte bis zum Knie des rechten Fußes und bis zu jener Stelle, wo der linke aus dem 
Gewand hervorkommt; die Sockelgruppe war einheitlich. Zwei weitere größere Bruchstücke gaben die Teile des linken Armes. 
Kleinere Fragmente waren am Kopf des Drachen leicht einzusetzen. Ein kleines, offenbar zum Faltenzug links gehöriges Fragment 
ließ sich nicht verwenden; es ist bei der Anfertigung der Rekonstruktionsskizze (Abb. 130) berücksichtigt worden. An der Rück 
seite, namentlich rechts am Kragen und an den Beinschienen konnten gleichfalls mehrere flache Stücke eingesetzt werden; 
einige von ihnen waren aus Ton, wie denn auch an der Vorderseite, etwa am Kragen, einzelne Stellen in Ton ergänzt sind 
(das ist auf Abb. 140 rechts zu sehen), der sogar gelegentlich über die Steinschichten gezogen ist; die Ornamentmotive setzen 
sich im Ton im gleichen Duktus, aber weniger deutlich fort. Wenn diese Tonstücke nicht schon ursprünglich angefügt wurden 
— daß Tonbildwerke (Abb. 154/.) dem Großlobminger Stilkreis anzuschließen sind, darf hier erwähnt werden —, handelt es sich 
um Ergänzungen, die sicherlich kurz nach der Entstehung des Kunstwerkes angebracht wurden; so beurteilt sie Sebastian Isepp. 
Schon ursprünglich hat man mit Anstückungen gerechnet: an der Rückseite, ganz rechts, ist der Drachenschwanz abgeplattet 
(Abb. 129). Hier ist der Künstler bis an die Grenze des Steinblockes vorgestoßen, so daß die volle Biegung des Schweiles nicht 
mehr gegeben werden konnte. Die abgeplattete Stelle ist geriefelt, um durch die Aufrauhung einem (vielleicht gleichfalls aus 
Ton) angesetzten Stück Halt zu geben. — Die Georgs-Statue mißt bis zur Scheitelhöhe etwa 105cm. Dazu ist noch der erhobene 
Arm und das Stück der Lanze zu rechnen, so daß man die Gesamthöhe mit etwa 125 cm annehmen darf. 
2 Das rot gemalte Kreuz auf dem Schild (vgl. dazu unten Anmerkung 7 ) und das Rot im Drachenmaul scheinen von einer 
Übermalung des (frühen?) 16. Jahrhunderts zu stammen. Als Rest ursprünglicher Bemalung ist — mit Vorbehalt — das Blau 
im Aufschlag der Falten des linken Ärmels anzusehen. Das Braun der Locken ist Grundierungsfarbe, auf die Gold aufgetragen 
wurde; sie findet sich auch an einigen verzierten Teilen noch in Spuren. 
3 Wir unterstützen die Beschreibung durch eine Rekonstruktionsskizze, die wir, wie manchen Rat und Hinweis, Sebastian 
Isepps Freundlichkeit verdanken. 
l6 Jahrbuch N. F. IV. 
12 I
	        

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