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Band 12 (= 104)

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Bibliographic data

fullscreen: Band 12 (= 104)

Series

Persistent identifier:
990025659750203331
ZDB-ID:
1479978-9
Title:
Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien
Place Of Publication:
Mainz
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
Deutsch
ISSN:
1605-2773

Periodical volume

Persistent identifier:
0015499
Title:
Band 12
Shelfmark:
10.230
Volume count:
= 104
Publisher:
Philipp von Zabern
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
2010
Copyright:
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0015499

Chapter

Title:
"Evviva il nostro Prince, che il mondo fa stupir!" : Fürst Nikolaus I. Esterházy als Botschafter zur Krönung Josephs II. 1764 Feste und Kunst zur Standeserhöhung
Author:
Körner, Stefan

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien
  • Band 12 (= 104)
  • Cover
  • Umschlag - Klappentext
  • Endsheet
  • Deckblatt
  • Title page
  • Imprint
  • Contents
  • Preface
  • Abb. 1: Bildnis eines jungen Mädchens
  • "Wie man den Menschen erkennen soll" : neue Überlegungen zu den Charakterstudien Hans Schäufelins. Mit einem technologischen Anhang von Monika Strolz
  • Fig. 1: Four seasons. The A1 Series
  • Production and reproduction in the workshop of Jacopo Bassano. Four matrices for the Four Seasons in the Kunsthistorisches Museum in Vienna
  • Abb. 1: Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Gemäldegalerie
  • Der Kaiser ist im Bilde : Erzherzog Leopold Wilhelm, Kaiser Marc Aurel und ein Stück Habsburger Panegyrik
  • Abb. 1: Fürst Nikolaus I. Esterházy
  • "Evviva il nostro Prince, che il mondo fa stupir!" : Fürst Nikolaus I. Esterházy als Botschafter zur Krönung Josephs II. 1764 Feste und Kunst zur Standeserhöhung
  • Miszellen
  • Archivalien
  • Abb. 1: "Der Kayserliche Burg Platz in Wienn"
  • Der Fuhrpark Kaiser Leopold I. Teiledition der Wiener Hofmarstallinventare von 1678
  • List of abbreviations
  • Glossar
  • Index
  • Abbildungsnachweis
  • Umschlag - Klappentext
  • Cover

Full text

Stefan Körner 
„Ewiva Ü nostro Prince, 
che il mondo fa stupir!“* 
Fürst Nikolaus I. Esterhazy als Botschafter zur Krönung Josephs II. 1764 
Feste und Kunst zur Standeserhöhung 
„Es lebe unser Fürst, der die Welt staunen macht!“ 
Text — wie bei allen anderen Überschriften — aus der 
Willkommenskantate Al tuo arrivo felice für Nikolaus 
I. Esterhazy, 1764 (Hob. XXIV a: 3). 
1 Carl Ferdinand Pohl, Joseph Haydn, Leipzig 1873, 
Bd. 1, 242 f. 
2 Erstmals hat Gerald Schlag Aktenmaterialien zur Krö 
nungsbotschaft dargestellt: „... Die Anstalt des Fürsten 
Esterhdzy jedoch übertraf alle die übrigen. “ Fürst Niko 
laus I. Esterhdzy ab Kurböhmischer Wahlbotschafter bei 
der Wahl und Krönung Joseph II. zum Römischen König 
1764, in: Burgenländische Forschungen, Sonderband 
XXII (Festschrift Johann Seedoch), 1999, 437—455. 
Zur Krönung 1764 allgemein vgl. Bernhard A. Macek, 
Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frank 
furt am Main. Logistisches Meisterwerk, zeremonielle 
Glanzleistung und Kulturgüter für die Ewigkeit, Frank 
furt am Main - Bern — Brüssel u. a. 2010. 
Es sollte ein großer Empfang werden: Im April 1764 hatte Joseph Haydn, 
der Kapellmeister von Fürst Nikolaus I. Esterhazy (1714-1790), eigens 
für dessen Rückkehr von der Krönung Josephs II. in Frankfurt eine Kan 
tate komponiert. Überschwänglich huldigt die Muse der Tonkunst in 
„Al tuo arrivo felice“ dem Esterhazy-Fürsten, der mit dem Epitheton „der 
Prachtliebende“ das Werk seiner Ahnen weiterführen, den Ruhm des Hau 
ses in die Welt tragen und die Ruhmesmehrung zur Verpflichtung für 
seine Nachfolger machen sollte. 
Im Auftrag Maria Theresias hatte Fürst Nikolaus I. (Abb. 1) als Erster kur 
böhmischer Botschafter an der Wahl ihres Sohnes Joseph zum römisch 
deutschen König teilgenommen und bei der anschließenden Krönung 
gewichtige Zeremonialaufgaben innegehabt. Sein Ruf als spendabler und 
ideensprühender Gastgeber eilte ihm voraus; seine militärischen Erfolge als 
Feldherr in den Kriegen gegen Preußen waren sinnfällige Eignung, um in 
dieser herausragenden Position an der Krönung teilzunehmen, welche die 
Macht der Habsburger nach den Erbfolgekriegen wieder festigen sollte. 
Während unklar ist, warum die schon im Frühjahr komponierte Willkom 
menskantate nicht sofort nach der Rückkehr des Fürsten aus Frankfurt, 
sondern erst zu dessen Namenstag im Dezember 1764 aufgeführt wurde 1 , 
so offensichtlich sind die Gründe dafür, warum das von Nikolaus während 
der Feierlichkeiten inszenierte „Esterhäzy’sche Feenreich“ in die Geschichte 
einging 2 , gar zum Synonym für die Hofhaltung der Fürsten Esterhazy 
schlechthin wurde: Denn mit seinen überaus Aufsehen erregenden Festen, 
Illuminationen und seinem so prächtigen Auftreten während der Krö 
nungsfeierlichkeiten im Frühjahr 1764 nutzte Fürst Nikolaus das ihm von 
Maria Theresia überlassene Feld der barocken Selbstdarstellung überbor 
dend aus. Der gezielte Einsatz von Kunstwerken und luxuriöser Ausstat 
tung seiner Entourage veranschaulichen eindrucksvoll den im Statuswett 
bewerb des Adels nötigen Gebrauch von Luxus zur Darstellung der eigenen 
Geltungsmacht im Habsburgerreich, der die kaiserlichen Bemühungen 
um Prachtentfaltung deutlich überbot. 
Dieser spektakulären Selbstdarstellung des Fürsten und der von ihm be 
mühten Mittel anlässlich der Krönung Josephs II. soll im Folgenden nach 
gegangen und mittels der Gegenüberstellung der festlichen und zeremoni 
ellen Aktivitäten des kaiserlichen Hofes ein Beitrag zur Veranschaulichung 
des speziellen Verhältnisses zwischen erbländischem Hochadel und seinem 
Souverän geleistet werden. 
Abb. 1: Fürst Nikolaus I. Esterhdzy. Vergoldetes 
Bronzerelief von Philip Jakob Prokop, um 1776. 
Budapest, Kunstgewerbemuseum, Inv.-Nr. 69.1848.
	        

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