Kunsthistorisches Museum Wien Logo
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Band 12 (= 104)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Band 12 (= 104)

Series

Persistent identifier:
990025659750203331
ZDB-ID:
1479978-9
Title:
Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien
Place Of Publication:
Wien
Kunsthistorisches Museum Wien
Publisher:
Kunsthistorisches Museum Wien
Document type:
Series
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Copyright:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
KHM-Museumsverband
Language:
German
ISSN:
1605-2773

Periodical volume

Persistent identifier:
0015499
Title:
Band 12
Shelfmark:
10.230
Volume count:
= 104
Publisher:
Philipp von Zabern
Document type:
Periodical volume
Collection:
House Publications
KHM-Yearbook
Publication year:
2010
Copyright:
KHM-Museumsverband
DOI:
10.60477/khm1-0015499

Chapter

Title:
"Wie man den Menschen erkennen soll" : neue Überlegungen zu den Charakterstudien Hans Schäufelins. Mit einem technologischen Anhang von Monika Strolz
Author:
Metzger, Christof
Strolz, Monika

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien
  • Band 12 (= 104)
  • Cover
  • Umschlag - Klappentext
  • Endsheet
  • Deckblatt
  • Title page
  • Imprint
  • Contents
  • Preface
  • Abb. 1: Bildnis eines jungen Mädchens
  • "Wie man den Menschen erkennen soll" : neue Überlegungen zu den Charakterstudien Hans Schäufelins. Mit einem technologischen Anhang von Monika Strolz
  • Fig. 1: Four seasons. The A1 Series
  • Production and reproduction in the workshop of Jacopo Bassano. Four matrices for the Four Seasons in the Kunsthistorisches Museum in Vienna
  • Abb. 1: Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Gemäldegalerie
  • Der Kaiser ist im Bilde : Erzherzog Leopold Wilhelm, Kaiser Marc Aurel und ein Stück Habsburger Panegyrik
  • Abb. 1: Fürst Nikolaus I. Esterházy
  • "Evviva il nostro Prince, che il mondo fa stupir!" : Fürst Nikolaus I. Esterházy als Botschafter zur Krönung Josephs II. 1764 Feste und Kunst zur Standeserhöhung
  • Miszellen
  • Archivalien
  • Abb. 1: "Der Kayserliche Burg Platz in Wienn"
  • Der Fuhrpark Kaiser Leopold I. Teiledition der Wiener Hofmarstallinventare von 1678
  • List of abbreviations
  • Glossar
  • Index
  • Abbildungsnachweis
  • Umschlag - Klappentext
  • Cover

Full text

Christof Metzger 
„Wie man den Menschen erkennen soll“ 
Neue Überlegungen zu den 
Charakterstudien Hans Schäufelins 
Mit einem technologischen Anhang von Monika Strolz 
1 Das aller edlest vn[d] bewertest Regiment dergesundtheit 
/ Auch von allen verporgnen künsten vnnd Künigklichen 
Regimenten Aristotelis [...], Augsburg (Heinrich Stei 
ner) 1530 (Verzeichnis der im deutschen Sprachraum 
erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts [VD16] 
A 3627), Kap. 71, fbl. 43v-46r. 
Abb. 1: Hans Schäufelin, Bildnis eines jungen 
Mädchens. Um 1511. Privatbesitz. 
Secretum Secretorum - „Das Geheimnis der Geheimnisse“ nannte sich die 
im Hochmittelalter erfolgte lateinische Übersetzung einer anonymen, dem 
Aristoteles untergeschobenen arabischen Enzyklopädie, die als ein Send 
schreiben des Philosophen an seinen Zögling Alexander den Großen an 
gesehen wurde. Nicht nur der Adressat, jeder Herrscher sollte daraus 
Ratschläge zu einem „Guten Regiment“ beziehen können. Eine deutsche 
Ausgabe erschien 1530 in Augsburg unter dem Titel Das aller edlest vn[d] 
bewertest Regiment der gesundtheit. Im Kapitel „Von der außwendigen 
kunst / wie man den menschen nach gelegenhayt seyner gestaltt vnnd 
glydmaß erkennenn soll“ findet der Leser folgende Begebenheit um den 
berühmten Arzt und Begründer der theoretischen Physiognomik Hippo- 
krates 1 : Einmal ließen seine Schüler ihren Meister auf ein Stück Pergament 
malen, brachten das Konterfei zu dem Philosophen Philemon und baten 
ihn, „schawe dise figur vnd gestalt / vnd sag vns die aygenschafft vnnd 
natur eynes solchen menschen“. Das Urteil des Gelehrten fiel, sehr zum 
Arger der Bittsteller, nicht gerade günstig aus. Nach Prüfung von Gestalt 
und Gliedern kam er nämlich zu der Diagnose: „das ist gar ein vnrayner 
mensch / ein betrüger vnd fleisset sich ser der vnkeuschen werck“. Aufge 
bracht (Philemons Leben war ernstlich in Gefahr!) eilten die Jünger zu 
ihrem Lehrer, ihm die Verbalinjurien zu kolportieren. Gleichwohl fand 
sich Hippokrates selbst trefflich charakterisiert: „ich sag euch gewißlichen / 
das er war gesagt hat / vnd hat nit ein büchstaben ann der warheit gefelet / 
wann solche lästerliche naygung der natur / ist an mir gewesen / aber do 
ich das an mir selbs entpfand vnnd brüffet besan ich wol das es alles vnrecht 
were / [...] / vnnd zohe mich dauon / vnd gewan den gesig [Sieg] / das ich 
solche schentliche begirde vberwand.“ 
Die Episode führt uns mitten in die Gedankenwelt einer Zeit, als der 
Mensch zunehmend ins Zentrum des künstlerischen Interesses rückte und 
Künstler zu Entdeckern und Erfindern des Menschen avancierten. Denn 
gerade am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit gelangte die 
deutsche Bildnismalerei zu überaus bedeutenden und sehr eigenständigen 
künstlerischen Leistungen, deren besondere Stärke in der authentischen 
Erfassung einer Person liegt, gepaart mit der subtilen psychologischen 
Durchdringung der Dargestellten, die schließlich zu der bahnbrechenden 
Idee führte, menschliches Befinden unter Verzicht auf jegliches indivi 
duelle Attribut in entpersonalisierte Konterfeis von gemeingültiger Sinn 
bildhaftigkeit zu konzentrieren. Wie Philemon im Bild nicht die Person, 
sondern nur das Wesen des geschätzten Freundes erkannte, so suchten um 
gekehrt Künstler des Kreises um Albrecht Dürer nach einem abstrakten 
Menschenbild, das allein auf die physiognomische Präsenz und die Ver 
bildlichung charakterlicher Eigenschaften reduziert ist.
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the displayed page:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.